Sachverständige Diagrammscheibenauswertung

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Informationen zu Diagrammscheibenauswertung

Damit ein Verkehrsunfall und der daraus resultierende Schaden rekonstruiert werden kann, muss die Geschwindigkeit der Unfallbeteiligten kurz vor der Kollision ermittelt werden. Für die Rekonstruktion des Unfalls wird die Tachographen Scheibe ausgelesen, da hierauf die Geschwindigkeit bei den meisten Nutzfahrzeugen aufgezeichnet wird. Zwar hat der Tacho ursprünglich einen anderen Zweck, kann aber aufgrund seiner Aufzeichnungen zur forensischen Auswertung eines Unfalls herangezogen werden. Die ersten Patente für spezielle Geräte zum Auslesen von Diagrammscheiben wurden bereits in den fünfziger Jahren angemeldet.

Diagrammscheibenauswertung heute: Welche Geräte werden benutzt?

Für die Auswertung von Diagrammscheiben werden innerhalb Deutschlands nur EC-Geräte von Kienzel und VDO genutzt. Bzw. man kann sagen, Kienzle hat bezüglich der forensischen Diagrammscheibenauswertung mittlerweile schon eine Monopolstellung, da Kienzle und VDO zu einem Unternehmen fusioniert wurden. In anderen Ländern Europas, gibt es zwar auch andere Institute zur forensischen Diagrammscheibenauswertung. Diese sind in der Regel staatlich geführt, greifen auch auf dieselbe Auswertemethodik von Kienzel zurück, da diese von diesem Unternehmen übernommen wurde. Dank der einzigartigen Technik, hat die forensische Auswertung von Unfällen rasante Fortschritt gemacht. Trotz weniger Augenzeugen, ist es mithilfe der Diagrammscheibenauswertung kein Problem mehr, den Verursacher eines Unfalls zu ermittelt. Dabei fließen natürlich auch die vorhandenen Schäden an den Fahrzeugen mit in die Auswertung ein.

Kinzle Diagrammscheibenauswertung – die Geschichte

Seit 1953 werden im Hause Mannesmann-Kienzle GmbH in Villingen-Schwennigen forensische bzw. mikroskopische Diagrammscheibenauswertungen für die Rekonstruktion eines bereits passierten Unfalls durchgeführt. Das Unternehmen hat bis heute mehr als 90.000 Auswertungen durchgeführt und dazu entsprechende Gutachten erstellt.

Wie zuverlässig sind Diagrammscheibenauswertungen?

Wie zuverlässig Diagrammscheibenauswertungen wirklich sind, hängt davon ab, wie gut die Aufzeichnungsqualität wirklich ist. Daneben spielen für die Auswertung eventuelle Hilfsmittel in Form von Computer, Drucker und/oder Plotter eine wichtige Rolle. Die Erfahrung des Auswertepersonals natürlich nicht zu vergessen. Erst wenn alle Gegebenheiten perfekt aufeinander abgestimmt sind, wird es möglich, die Diagrammscheibenauswertung nach verschiedenen Gesichtspunkten darzustellen. Hierfür ist es wichtig, dass das Auswertemikroskop über einen Impulsgeber verfügt, mit dem Geschwindigkeits- und Zeitmessungen möglich werden. Zur typischen Diagrammscheibenauswertung gehört auch eine Zeit-Weg-Betrachtung. Doch ganz perfekt ist die mikroskopische Auswertung der Diagrammscheiben nicht, da es zu gewissen Toleranzen kommen kann. Vor allem bei Rückwartsfahrten oder kleinen Geschwindigkeiten kann es zu Problemen kommen.

Wann wird die Diagrammscheibenauswertung genutzt?

Die Diagrammscheibenauswertung ist ein gutes Mittel, um einer unbekannten Unfallursache auf die Spur zu kommen. Daneben lässt sich mit dieser Technik auch oft die Frage des Schuldigen klären. Ein Umstand, der vor allem für Versicherungsgesellschaften interessant ist, da es für diese darum geht, so wenig Unkosten wie möglich zu haben. Vor allem wenn von einem Unfall mehrere Fahrzeuge gleichzeitig betroffen sind, wird die Diagrammscheibenauswertung gerne genutzt, um die Schuldfrage zu klären. In dem Fall muss nämlich die Autoversicherung des Verursachers für die Schäden aller anderen Fahrzeuge aufkommen. Ganz so unkompliziert wird das dann doch wieder nicht über die Bühne gehen, da die Versicherungsgesellschaft erst einen Sachverständigen für Diarammscheibenauswertung beauftragen, falls in ihren Augen Ungereimtheiten auffallen. Ist das der Fall wird es zu einem Gerichtsstreit kommen, bei dem die Versicherungsgesellschaft klagt. In der Regel bekommt der Versicherungsnehmer recht wenig davon mit.

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