Sachverständige Erze, Metalle , Hüttenwesen

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Informationen zu Erze, Metalle , Hüttenwesen

Die Hüttenkunde bzw. das Hüttenwesen umfasst verschiedene Bereiche. Dazu gehört die Gesteinshüttenkunde, genauso wie die Metallurgie.

Was ist die Gesteinshüttenkunde?

Bei der Gesteinshüttenkunde geht es um die Ver- und Bearbeitung von Erden und Gesteinen, die nicht metallischer Natur sind.

Was ist die Metallurgie?

Bei der Metallurgie bzw. dem Hütten geht es um alle Verfahren zur Nutzung und Gewinnung von Halbmetallen, Metallen und Nichtmetallen, die aus Altstoffen, Salzen, Erden oder Erzen gewonnen werden.

Aktuell wird das Hüttenwesen mit der Metallurgie gleichgesetzt. Der Begriff stammt aus der altgriechischen Sprache von dem Begriff metallon ab, der Bezeichnung für Abbaustätte. Dabei ist der Metallurg direkt an der Abbaustätte tätig.

Das Hüttenwesen: Die Geschichte

Das Hüttenwesen ist fast genauso alt wie die Menschheitsgeschichte, dabei sind beide sehr eng miteinander verwoben. So wurden verschiedene Epochen der Menschheitsgeschichte nach den Metallen benannt, die in den jeweiligen Zeitaltern abgebaut werden konnten, wie zum Beispiel die Bronzezeit oder die Eisenzeit. Durch die Industrialisierung und der steigenden Bevölkerungszahl der Erde stieg auch der Bedarf an metallischen Rohstoffen an. Im gleichen Atemzug stiegen auch die Preise für den Kauf der Erdmetalle. Vor allem für Edelmetalle, die nur geringfügig vorhanden sind bzw. deren Abbau deutlich aufwendiger ist als bei anderen Stoffen.

Das Hüttenwesen wurde schon in der Bibel erwähnt

Welches Zeitalter als Ursprung des Hüttenwesens zu bezeichnen ist, lässt sich nicht genau sagen, doch muss das weit zurückliegen, denn bereits in der Bibel wird von dem Hüttenwesen gesprochen. Dort wird von Läuterung und Schmelzen berichtet. Zwei Verfahren, um die Schmelze von Fremdstoffen zu reinigen. Auch über die Treibarbeit wird an unterschiedlichen Stellen des Alten Testaments berichtet. Beeindruckend, wenn man bedenkt, dass sich die heutigen Grundlagen der Metallurgie und des Hüttenwesens nur minimal von den heutigen Verfahren unterscheiden. Neben Bronze, Silber und Gold wurde damals sogar Eisen verarbeitet. Damals wurde das Metall aber noch sehr selten verwendet und eher als Schmuck getragen, wie antike ausgegrabene Stücke belegen.

Hüttenbauwesen: Wie werden Erze und Metalle eingeteilt?

Im Hüttenbauwesen wird unterschieden zwischen Haupt- und Nebenmetallen.

Die Hauptmetalle

  • Aluminium
  • die Erd- und Alkalimetalle: Magnesium, Calcium, Kalium, Natrium, Silicium, Kupfer

Die Nebenmetalle

Welche verschiedenen Verfahren zur Bearbeitung von Metallen und Erzen gibt es?

Pyrometallurgie

Mit der Pyrometallurgie wird die thermische Verarbeitung von Metallen und Erzen bezeichnet. Hierfür gibt es verschiedene Verfahren, angefangen vom Oxidieren, dem Abrösten bis hin zur Entziehung des Sauerstoffs in der Ofenatmosphäre.

Hydrometallurgie

Bei der Hydrometallurgie werden Erze durch kaltes oder warme Trennverfahren vorbereitet für die weitere Verarbeitung.

Elektrometallurgie

Zur Elektrometallurgie gehören elektrolytische, carbo- und elektrothermische Verfahrenstechniken.

Sekundärmetallurgie

Die Sekundärmetallurgie ist im Stahlwerküblich, wird aber auch beim Entschwefelungsprozess angewandt. Auch hier handelt es sich genau genommen nicht um eine eigenständige Metallurgie.

Nuklearmetallurgie

In der Nuklearmetallurgie wird sich mit radioaktiven Elementen beschäftigt, wie zum Beispiel Uran.

Wichtig: Pulvermetallurgie wird teilweise in der Praxis oder in der Fachliteratur als eigenständige Metallurgie bezeichnet. Das ist aber nicht der Fall, denn bei der Pulvermetallurgie handelt es sich um eine als latent bezeichnende explosionsgefährdete Technik bezeichnet.

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