Sachverständige Mühlentechnik

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Informationen zu Mühlentechnik

Die Mühlentechnik ist die älteste Technik der Menschheitsgeschichte. Sie wurde als erstes in Mühlen verwendet, um Getreide zu zerkleinern, daher auch der Name.

Mühlentechnik: Die Geschichte

Die erste Form der Mühlentechnik waren einzig und alleine zwei Mühlsteine mit deren Hilfe das Mahlgut zerkleinert werden konnte. Dabei war der untere Mahlstein, der sogenannte Bodenstein. Er war fest montiert, während der Läuferstein über ein Mühleise oder eine Steinspindel bewegt werden konnte. Beide Steine waren fest in einer Holzbütte eingebunden. Zur Mühlentechnik gehörte auch eine Büttenabdeckplatte, die direkt auf dem Schütttrichter platziert wurde. Darunter war ein sogenannter Rüttelschuh, welcher durch einen sogenannte Vier- oder Dreischlag über eine Spindelachse zum Rütteln gebracht wurde, damit eine entsprechende Menge Getreide in den Trichter direkt in das Mahlauge gelangen konnte. Eben durch das Rütteln des sogenannten Rüttelschuhs kam es damals zum typischen Klappern der Mühle. Die Mühlentechnik war maßgeblich daran beteiligt das die vorher umherziehenden Menschen endlich sesshaft werden konnten. Aus Jäger und Sammler wurden sesshafte Bauern, die mithilfe der Mühlentechnik sich endlich einfacher ernähren konnten.

Welche Steinarten wurden in der antiken Mühltechnik verwendet?

In der alten Mühlentechnik wurden nur Steine mit einem gleichmäßigen hohen Härtegrad verwendet, die dabei auch lange scharf bleiben und auf eine gewisse Art porös sind. Mineralische Steine erfüllen in diesem Bereich alle Bedingungen. Vor allem, weil es hier zu einer Art Selbstschärfung kommt. Dadurch bleibt die Mahlfläche immer rau, was bei der Mühlentechnik natürlich der Sinn und Zweck ist. Mögliche Steinarten, die in der Mühlentechnik verwendet werden können sind:

  • Der Nagelfluhkongolomerat
  • Der Verrucano: Der Verrucano wird auf dem Hügel Castels in Mels direkt in der Schweiz abgebaut. Bereits in der Jungsteinzeit wurde dieses Gestein verwendet, um Mühlsteine herzustellen. Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurde der Hügel an einen deutschen sogenannten Steinherren übergeben.
  • Der Mühlsandstein: Bei dem Mühlsandstein handelt es sich um einen verkieselten feinkörnigen Sandstein, der für alle Mahlarten verwendet werden kann.
  • Kunststeine: Kunststeine sind nicht natürlichen Ursprungs. Sie werden künstlich hergestellt und das ungefähr seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Stein kann vielseitig eingesetzt werden.
  • Der Sandstein: Der Sandstein niederer Qualität wird aufgrund des starken Abriebs hauptsächlich für das Schroten von Futter verwendet.
  • Der Deutscher oder der Blauer: Bei dem Stein, der umgangssprachlich als Blauer oder Deutscher bezeichnet wird, handelt es sich um den porösen Basaltlava mittlerer Qualität. Er während des Mittelalters nahe Mayen und Mending abgebaut. Dieser Stein wurde für die Mühltechnik schon während der römischen bzw. der vorgeschichtlichen Zeit genutzt.
  • Der Granit bzw. der Prophyr: Beide Gesteinsarten sind sehr hart aber dennoch porös. Sie zeichnen sich aus durch eine hohe Qualität.
  • Der Jonsdorfer Sandstein: In dem Mühlensteinbrüchen nahe Jonsdorf direkt in Sachsen wurde schon über mehrere Jahrhunderte hochwertige Mühlensteine herausgerochen. Der Sandstein aus diesem Abbaugebiet zeichnet sich aus durch eine gehärtete bzw. gefrittete Struktur, die durch vulkanischen Einfluss entstand. Die Jonsdorfer Sandsteine besitzen dieselbe Qualität wie die Mühlensteine aus Frankreich.
  • Der Franzose: Bei dem umgangssprachlich bezeichneten Franzosen handelt es isch um Süßwasserquarz einer erstklassigen Qualität. Er wurde in der Regel in La Ferte-Sous-Jouarre in Frankreich gefunden. Daher trägt dieses Gestein auch den Beinnahmen Champagnerstein. Er wird nur dann verwendet, wenn eine hohe Mehlqualität benötigt wird.
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