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Informationen zu Papier

Begriffserklärung und Definition

Papier wird auf der einen Seite zum Beschreiben und Bedrucken verwendet, andererseits aber auch zum Verpacken gebraucht. Art und Herstellungsverfahren von Papier kann sehr unterschiedlich sein und für verschiedene Anwendungen ausgerichtet.

Das Wort Papier leitet sich aus dem lateinischen „papyrus“ ab und ist ein eher flächiger Werkstoff, dessen Fasern auf pflanzlicher Basis bestehen und durch Entwässerungsvorgänge zu einer Fasersuspension gebildet werden. Das so genannte Faservlies, welches dadurch entsteht, wird anschließend verdichtet und getrocknet.

Zu einem späteren Zeitpunkt in der Geschichte des Papiers, entstand auch die Herstellung von Spezialpapieren, wie etwa Dekorationspapier, Filterpapier oder gar Tapeten. Auch Toilettenpapier ist eine Art von Papieren und auch Haushaltstücher fallen in die Kategorie.

Herstellung von Papier

Heutzutage wird Papier in der Regel aus Zell- und Holzstoff hergestellt. Als wichtigste Rohstoffquelle stellt heutzutage das wiederverwertbare Papier in Form von Altpapier dar.

Je nach Flächengewicht und Eigenschaft kann man zwischen Papier, Karton und Pappe unterscheiden. Man bezeichnet das Flächengewicht auch als flächenbezogene Masse – je nach Art und Verwendung des Papiers wird unterschiedlich dickes oder widerstandsfähiges Papier benötigt. Möchte man beispielsweise umziehen, so benötigt man dafür spezielle Umzugskartons, da man es hier mit wohl mehr Gewicht zu tun hat. Herkömmliches Papier wäre dafür nicht geeignet und würde direkt reißen. Wir der Rohstoff aber nicht zu flächigem Papier, sondern zu massiveren Objekten verarbeitet, so spricht man vielmehr von Pappmaché.

Wissenswert ist, dass es bei den vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten der Rohstoffe inzwischen 3000 verschiedene Papiersorten existieren.

Geschichtlicher Hintergrund von Papier

Die Erfindung des Papiers geht ca. 105 n.Chr. zurück, das ist das offizielle Belegdatum der ersten Erwähnung der chinesischen Papierherstellungsmethode. Damals gab es allerdings nur einen papierartigen Beschreibstoff, welcher aus Seidenabfällen bestand. Früher wurde dieser mit Hanf, alten Lumpen und Fischnetzen, zusammen mit Baumrinde, Bast des Maulbeerbaumes gemischt.

Die chinesische Erfindung war da etwas weiter und bereitete das Papier aus gesäuberten Fasern und Fasernresten zu, welche letztlich aufwändig gestampft, gekocht und gewässert wurden. Im Anschluss wurden diese mit einem Sieb abgeschöpft, ebenso aufwändig getrocknet, gepresst und geglättet. Es entstand eine schöne und Siebseite.

Das Papier des damaligen Erfinders wurde aber nicht nur zum Schreiben verwendet, sondern zierte in reichen Häusern bald auch die Wände. Immerhin wies das Papier eine hohe Haltbarkeit auf und konnte so der Raumdekoration in Form von Tapeten dienen.

Papiermacher als Beruf

Die Herstellung von Papier wird beruflich gesehen als Papiermacher bezeichnet. Heute übernehmen die Herstellung zwar Maschinen, allerdings müssen diese ja auch bedient werden. In der Regel passiert dies in einer so genannten Papiermühle mit entsprechenden Produktionseinrichtungen. Seit 2005 hat sich die Berufsbezeichnung des Papiermachers daher geändert und wird heute als Papiertechnologe bezeichnet. Papiermacher, bzw. Papiertechnologe ist ein Sonderberuf mit einer ausgeprägten Berufstradition.

Industrielle Herstellung von Papier

Papier kann unabhängig von der Faserart in Handarbeit oder aber auch maschinell hergestellt werden. Bei der maschinellen Erzeugung hat sich die Papierindustrie etabliert. Hauptsächlich besteht Papier heute aus Cellulosefasern, welche wenige Millimeter lang sind. Die Cellulose wird zuerst von anderen pflanzlichen Bestandteilen und Harzen getrennt, der gewonnene Zellstoff wird mit viel Wasser versetzt und zerfasert. Diesen Brei nennt man „Stoff“ oder „Zeug“. Wir dieses Zeug nun in einer dünnen Schicht durch ein Sieb gegeben, so hat das Papier letztendlich einen Wasseranteil von 99 Prozent, bei der Handschöpfung ca. 97 Prozent. Wir das Papier nun getrocknet, so kann anschließend die Oberfläche mit Stärke und modifizierter Cellulose geschlossen werden. Diesen Vorgang nennt man auch Leimung, wobei der Begriff Imprägnierung eher zutreffend erscheint.

Verwendungszwecke von Papier in heutiger Zeit

  • Beschreibung und Druck
  • Tapeten für die Wände
  • Kartons, Verpackung, Transport
  • Verpackung von Lebensmitteln
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Dipl.Ing. Paul-Ernst Barth
Paul-Ernst Barth

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