Synonym Auktionator

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Informationen zu Versteigerer

Während es in anderen Ländern der Versteigerer bzw. Auktionator ein ganz eigenes Berufsbild ist, ist das in Deutschland nicht der Fall. In Deutschland ist der Versteigerer, auch Auktionator genannt, kein klassischer Ausbildungsberuf. Der Versteigerer ist eher mit einer gewerbsmäßigen Tätigkeit gleichzusetzen wodurch der Auktionator in Deutschland der sogenannten Gewerbeordnung unterliegt. Möchte jemand in Deutschland als Versteigerer bzw. Auktionator arbeiten, muss er eine sogenannte Versteigerererlaubnis nach § 34b GewO bei dem Ordnungsamt beantragen, dass für den Wohnort des Antragstellers zuständig ist. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass der Versteigerer auf Antrag öffentlich bestellt wird.

Versteigerer: Welche Vorbildung und Fachkenntnisse sind notwendig?

Für die öffentliche Bestellung eines Versteigerers muss er über eine besondere Sachkunde verfügen. Dazu gehört zum Beispiel dass der Auktionator über spezielle Kenntnisse in den einschlägigen Rechtsvorschriften verfügen muss. Alleine eine mehrjährige Tätigkeit als Händler oder Versteigerer ist für den Beweis einer besonderen Sachkunde nicht ausreichend. Dem Versteigerer ist an sich kein einschlägiges Berufsbild zugeordnet in dem eine Aussage über die Vor- und Ausbildung getroffen wird. Dadurch gibt es zu dieser Tätigkeit auch keine direkte Ausbildungsordnung.

Das bedeutet, dass der Versteigerer nach der Erteilung der Erlaubnis nach § 34b Abs. 1 GewO sich geeignete Kenntnisse erst im Laufe seiner Tätigkeit erwirbt. Dabei weißt der Auktionator seine praktische Tätigkeit nach in dem er seine Versteigererererlaubnis vorlegen samt der durchgeführten Versteigerungen der letzte fünf Jahre. Dabei ist keine Mindestanzahl im § 5 VerstV vorgegeben wie viel Versteigerungstätigkeiten durchgeführt werden müssen, vorgegeben. Es kommt im Einzelfall auf den Schwierigkeitsgrad und natürlich seiner nachhaltigen Tätigkeit als Versteigerer an.

Der Auktionator – über welche fachlichen Kenntnisse muss er verfügen?

Bei einer Auktion werden nach § 4 VerstV erstellte Verzeichnisse herausgegeben. Dabei bekommen die zu versteigernden Dinge meist einen Schätzpreis. Diese Wertangabe wurde vom Versteigerer in Form einer Schätzung ermittelt. Natürlich kann in diesem Fall auch ein Sachverständiger nach § 3 VerstV die Schätzung durchführen.

Unabhängig, wer den Schätzpreis erstellt hat, der Sachverständige oder der Versteigerer, Schätzpreis und der vom Auftraggeber angegebene Mindestpreis müssen ein angemessenes Verhältnis zueinander haben. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Versteigerer die Fähigkeit besitzt, die von Dritten angegebenen Preise aufgrund eigenem Fachwissen als fair oder unfair beurteilen zu können. Bei bestimmten Versteigerungen schreibt die Gewerbeordnung nach §34b Abs. 5,2. Alt.GewO sogar die öffentliche Bestellung und Vereidigung eines Auktionators vor. Beispiele hierfür wären zum Beispiel die Versteigerung von Briefmarken, Werkzeug oder Industriemaschinen. Die erforderliche Sachkunde, die der Versteigerer im Falle einer öffentlichen Bestellung besitzen muss orientiert sich am betreffenden Sachgebiet.

Der Versteigerer und sein juristisches Wissen

In zahlreichen deutschen Gesetzen wird die öffentliche Versteigerung bzw. der sogenannte freihändige Verkauf mithilfe eines öffentlich bestellten und vereidigten Versteigerer erwähnt. Aus diesem Grund muss der Auktionator über eingehende Kenntnisse über die Versteigererverordnung und die gewerberechtlichen Vorschriften, vor allem dem Paragraphen 34 b der Gewerbeordnung verfügen.

Dabei muss der Versteigerer entsprechende Grundkenntnisse in allen gesetzliche Regelungen verfügen,

  • die die Versteigerungen von Wertpapieren und beweglichen Sachen
  • den freihändigen Verkauf

den Pfandverkauf

betreffen.

Das Berufsbild der Auktionatoren in den Vereinigten Staaten von Amerika

In der USA dagegen, gibt es privat geführte Auktionatorenschulen. Hier werden die rechtlichen und praktischen Grundlagen rund um die Durchführung einer Auktion gelehrt. Dabei wiederholen die Auktionatoren in der USA in der Regel immer eine höhere Summe, damit rascher höhere Gebote abgegeben werden.

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