Sachverständige Orthopädie und Unfallchirurgie

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Informationen zu Orthopädie und Unfallchirurgie

Definition und Begriffserklärung

In der allgemeinen Unfallchirurgie ist der zentrale Hauptschwerpunkt der menschliche Bewegungsapparat mit Skelett und Muskulatur, sowie Sehnen und Bändern. Unfälle bei denen man sich Brüche, Muskelrisse oder Sehnen- und Bänderrisse zuzieht sind in der alltäglichen Behandlung von Orthopädie- und Unfallchirurgen.

Teil- bzw. Nachbargebiete von Unfallchirurgen können sein:

  • Kindertraumatologie
  • Handchirurgie
  • Plastische Chirurgie
  • Sporttraumachirurgie
  • Rehabilitation in der Unfallchirurgie
  • Verbrennungen ( diese werden allerdings in speziellen Unfallkrankenhäusern behandelt und zählen eher nicht in die Unfallchirurgie im speziellen)

Wie auch der allgemeinen Chirurgie, so hat auch die Orthopädie- und die Unfallchirurgie den damaligen Militärärzten einige große Fortschritte zu verdanken. Zu bekannten Wegbereitern in diesem Bereich gehört beispielswiese Lorenz Böhler oder Carl Thiem.

Um in der Unfallchirurgie arbeiten zu können, muss die entsprechende Person den Facharzt für Orthopädie- und Unfallchirurgie erwerben.

Schwerpunkte in der Unfallchirurgie

Unfallverletzungen, beispielsweise bei Arbeits- oder Schulunfällen, werden meist über den Arbeitgeber abgewickelt und man spricht von einem Arbeitsunfall. Diese Arten von Unfällen kommen statistisch gesehen relativ häufig vor, gerade bei Personen, welche auf Baustellen, Landwirtschaftsflächen oder mit schweren Geräten hantieren. Aber natürlich können Arbeitsunfälle genauso einem Bankangestellten passieren, beispielsweise dann, wenn dieser auf dem Weg zur Arbeit stürzt und sich etwas bricht.

Unfallverletzungen werden von Unfallchirurgen in der Erstversorgung behandelt und genau diagnostiziert. Häufiges Hilfsmittel hierbei ist das klassische Röntgengerät oder CT und MRT. Hier kann der Chirurg genau erkennen, welche Teile im Inneren des verletzten Körperteils, beschädigt worden sind und welches Ausmaß dies hat. Knochenbrüche müssen demnach anders versorgt werden, wie etwa ein Muskelriss. Im Anschluss folgt die Folgeuntersuchung, welche sich auch auf mehrere Monate aufteilen kann.

Auch eine konservative, wie auch operative Knochenbruchbehandlung kann notwendig sein. Manchmal sind Knochenbrüche sehr kompliziert und können nicht ohne Unterstützung wieder zusammen wachsen.

Mittlerweile bedienen sich Orthopäden oder Unfallchirurgen höchst modernen digitalen Röntgengeräten. Die Diagnose kann somit sehr exakt gestellt werden und die Behandlung kann fast immer erfolgsversprechend durchgeführt werden.

Ambulante Operationen

Kliniken führen ambulante und operative Eingriffe mit Vollnarkose durch. Bereiche in denen Unfallchirurgen arbeiten sind:

  • Kniearthroskopien
  • Hand- bzw. Fußchirurgische Eingriffe
  • Metallentfernungen nach operativer Versorgung von Knochenbrüchen
  • Versorgung von Bauchwandbrüchen, wie etwa Leisten- oder Narbenbrüche.
  • Krampfadern

Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates

  • Behandlung von Erkrankungen und Deformationen des Fußes
  • Behandlung von Erkrankungen im Bereich der Sehnen und Bänder
  • Behandlung von Ganglien
  • Arthrose, beispielsweise an den Händen
  • Behandlung von Nervenengpasserkrankungen, bekannt auch im Bereich der Carpaltunnelsyndrome
  • Behandlung von Binnenschädigungen im Kniegelenk
  • Chirotherapie zur Behandlung von Blockierungen

Spotverletzungen

Unfallchirurgen haben es unter anderem auch sehr häufig mit Sportverletzungen zu tun. Beim Sport werden nämlich je nach Sportart besonders die Sehnen, Bänder, die Gelenke und die Muskeln beansprucht. Hierfür gibt es eine spezielle Abteilung in der Unfallchirurgie, welche auch Sporttraumatologie genannt wird. Diese kümmert sich beispielsweise um:

  • Archillissehnenverletzungen
  • Aussenbandrupturen im Sprunggelenk
  • Muskelfaserrisse
  • Knochenbrücheder Hand, des Unterarmes oder des Sprunggelenkes

Chirurgische Wundversorgung

Neben den inneren Verletzungen kümmert sich die Unfallchirurgie meist in der Notaufnahme um die Versorgung von offenen und blutenden Wunden. Hier können schwere oder weniger schwerwiegende Verletzungen behandelt werden. Unterschieden wird hier die Verletzung von Schlagadern, oder Hauptschlagadern, welche häufig lebensbedrohlich bluten und Wunden, durch die nicht so viel Blut verloren geht. Hier ist jedoch in beiden Fällen schnelles handeln und korrekte Wundversorgung notwendig.

Unfallchirurgen müssen punktgenau reagieren können, die Situation abschätzen können und notfalls weitere Schritte zur Reanimation oder Bluttransfusion einleiten. Hier zählt jede Sekunde und der Unfallchirurg muss in der Lage sein, in solchen Situationen Ruhe zu bewahren – vor allem aber sollte er Blut sehen können und den menschlichen Organismus als seine Arbeit betrachten. Emotionen können hier eher fehl am Platz sein, wenn es um Leben und Tod geht.

Nicht umsonst sind die Ausbildungen und Studiengänge sehr umfangreich und über mehrere Jahre ausgedehnt.

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