Sachverständige Plastische Chirurgie

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Informationen zu Plastische Chirurgie

Begriffserklärung und Definition

Im Grunde hat diese Form der Chirurgie nichts mit einer medizinischen Notwendigkeit zu tun, sondern bezeichnet chirurgische Eingriffe am äußeren Organismus. Das bedeutet, dass solche Eingriffe häufig aufgrund eigener Unzufriedenheit mit seinem Äußeren erfolgen. Hauptsächlich beschäftigt sich diese plastische Chirurgie mit dem sichtbaren Teil des Körpers, Ziel ist es also, die Körperform zu verändern oder gestörte Körperfunktionen wiederherzustellen oder zu verbessern. Es gibt also auch Fälle, bei denen eine Notwendigkeit besteht einen plastisch chirurgischen Eingriff vorzunehmen. Ästhetische oder kosmetische Gründe überwiegen jedoch je nach Spezifikation das Einsatzgebiet eines Chirurgen für plastische Chirurgie.

Begriffserklärung Plastik

Als Plastik werden operative Formungen von Organen oder Gewebeteilen, inklusive der Wiederherstellung dessen, bezeichnet. Plastiken werden dabei nicht nur in der plastischen und ästhetischen Chirurgie durchgeführt, sondern finden auch in anderen Gebieten Anwendung.

Beispielsweise also in der Orthopädie und Unfallchirurgie. Hier kann die Plastik mithilfe von Transplantaten, beispielsweise im Sprunggelenk oder Knie, angewendet werden. In der Viszeralchirurgie können Gewebeverstärkungen oder Geschwürverschlüsse durchgeführt werden. Die Gynäkologie befasst sich beispielsweise mit der Beckenbodenplastik zur Korrektur von Senkungen und auch die Urologie und die Hals-Nasen-Ohren Heilkunde wendet die Plastik an. Vorhautverengungen bei Männern werden demnach nicht von einem plastischen Chirurgen behandelt, sondern können auch von einem Urologen durchgeführt werden.

Hauptrichtungen der plastischen Chirurgie

Neben Eingriffen aus rein ästhetischen Gründen, können auch rein funktionale Gründe bestehen, die einen Eingriff eines solchen Chirurgen rechtfertigen. Andernfalls kann es auch sein, dass beide Aspekte zusammen spielen. Aufgrund dessen gibt es auch in der plastischen Chirurgie verschiedene Hauptrichtungen, in dessen Fachgebiet sich ein Chirurg spezialisieren kann.

Die ästhetische Chirurgie umfasst formverändernde Eingriffe, welche nicht aufgrund von medizinisch notwenigen Indikatoren durchgeführt werden. Letztendlich obliegt eine solche Operation stets dem Wunsch des Patienten. Hierzulande sind solche Eingriffe auch als Schönheitsoperation bekannt. Ziel einer solchen Operation ist es, das äußere Erscheinungsbild zu verändern, verbessern oder zu verschönern. Allerdings lässt sich auch hier über Schönheit streiten, denn nicht allzu selten kommt es vor, dass Schönheitsoperationen oder ästhetische Operationen zum gewünschten Ziel führen, zumindest nicht immer für Außenstehende.

Bei der rekonstruktiven Chirurgie sollen verloren gegangene Funktionen im Körper wieder hergestellt werden, welche aufgrund von Verletzungen oder Fehlbildungen aufgetreten sind. Typisch für solche Operationen ist die Gewebsverschiebung, beispielsweise nach Verbrennungen oder auch Nervenverpflanzungen oder Sehnenumlagerungen. Grundlage für diese Art der plastischen Chirurgie ist die Mikrochirurgie.

Die Verbrennungschirurgie befasst sich hingegen intensiver mit der Behandlung von Verbrennungsfolgen.

Zu guter Letzt kommt auch die Handchirurgie in der plastischen Chirurgie zur Anwendung. Diese ist ein Spezialgebiet der plastischen Chirurgie und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Behandlung von Verletzungen, Fehlbildungen oder Erkrankungen in der Hand oder des Unterarmes. Auch hier kommt die Mikrochirurgie zum Einsatz.

Von der allgemeinen plastischen Chirurgie zur fachspezifischen Kompetenz

In deutschen Bundesländern existiert die Facharztkompetenz unter den Begriffen plastische Chirurgie und ästhetische Chirurgie. In der Schweiz gibt es zusätzlich den rekonstruktiven Chirurgen. Als Schönheitschirurg werden die Ärzte, bzw. die Chirurgen, nur unter Laien verwendet und existiert in Fachkreisen so gut wie gar nicht. Im ärztlichen Weiterbildungsrecht ist dieser Begriff eigentlich überhaupt nicht definiert.

Die Ausbildung eines plastischen Chirurgen erfolgt auf Grundlage der wiederherstellenden Chirurgie, beispielsweise von angeborenen Deformationen, Unfallverletzungen oder Verbrennungen. Die ästhetische Chirurgie ist hingegen nur ein kleines Teilfachgebiet auf dem Wege zu einem plastischen Chirurgen. Desweiteren können zusätzliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt werden, damit das eigene Fachwissen erweitert wird oder die spätere Selbstständigkeit damit ausgeübt werden kann. Dazu gehören:

  • Brustoperationen (Implantatsetzungen)
  • Gesichtsoperationen
  • Hautoperationen
  • Fettabsaugungen
  • Laserbehandlungen aufgrund dermatologischer Probleme

Innerhalb der letzten Jahre wurde die Bezeichnung des plastischen Chirurgen auf plastischer und ästhetischer Chirurg geändert. Dies hat die Bundesärztekammer gemeinsam mit der Landesärztekammer beschlossen.

Wenn auch Sie sich an einen plastischen Chirurgen wenden möchten, dann empfiehlt sich vorab immer ein Erstgespräch persönlich mit einem solchen. Auch die Abklärung gemeinsam mit dem hauseigenen Arzt kann sinnvoll sein.

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