Sachverständige Diabetologie

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Informationen zu Diabetologie

Die Diabetologie ist ein medizinischer Teilbereich, bei dem der Facharzt sich mit der Vorbeugung, Diagnostik, Therapie sowie der Erforschung des Diabetes mellitus auseinander setzt. Aus klinischer Sicht ist die Diabetologie ein Fachgebiet der inneren Medizin. Ferner kann dieser zusätzlich zum internistischen Fachgebiet der Endokrinologie gerechnet werden. Der Arzt, welcher sich auf die Diabetologie spezialisiert hat, wird als Diabetologe bezeichnet.

Aufgabengebiet der Diabetologie

Diabetes mellitus – auch unter der Bezeichnung Zuckerkrankheit bekannt – kann in unterschiedlichen Erscheinungsformen auftreten. Die drei wichtigsten Formen sind

  • Diabetes Typ 1
  • Diabetes Typ 2
  • Schwangerschaftsdiabetes

Da der Erkrankung an Diabetes ein Insulinmangel zugrunde liegt, fällt diese zusätzlich in den Fachbereich der Endokrinologie. Ein Diabetologe behandelt in den meisten Fällen Patienten in Krankenhäusern, bei denen bereits im Vorfeld die Diagnose Diabetes von Seiten eines Hausarztes gestellt wurde.

Ein Arzt für Diabetologie muss zu Beginn der Erkrankung in der Lage sein, betroffene Patienten über die Zuckerkrankheit ausreichend zu informieren. Ferner wird dieser einen individuellen Therapieplan entwerfen. Derselbe wird sich nach der Erkrankungsart richten. Zusätzlich finden in einem Behandlungsplan ganz persönliche Kriterien, wie beispielsweise der vorliegende Ausprägegrad der Erkrankung, Berücksichtigung.

Weiter lernen Diabetiker vom Diabetologen, wie sie sich in Zukunft richtig ernähren. Muss der Patient sich Insulin spritzen oder Medikamente einnehmen, findet auch hier eine entsprechende Schulung statt.

Darüber hinaus ist ein Arzt für Diabetologie für die Behandlung und Kontrolle eventuell auftretender Folgeerkrankungen oder auch Komplikationen zuständig. Als Komplikationen wird beispielsweise eine Über- und Unterzuckerung angesehen. Als Folgeerkrankungen kommen

  • Schäden am Nervensystem, durch Diabetes bedingt
  • diabetische Nierenerkrankung
  • diabetisches Fußsyndrom
  • Neuropathie, durch die Diabetes-Erkrankung hervorgerufen

in Frage.

Ausbildung als Arzt für Diabetologie

Die Voraussetzung dafür, als Diabetologe tätig werden zu können, besteht in einer abgeschlossenen Ausbildung in einer der nachfolgenden Berufe:

  • Altenpfleger/in
  • Arzthelfer/in
  • Diätassistent/in
  • Dipl. Oecotrophologin FH/ Oecotrophologe FH
  • Gesundheitspfleger/in
  • Kinderkrankenpfleger/in
  • Krankenpfleger/in
  • MTA mit Berechtigung, den Titel Diabetesberater/in KV oder DDG zu führen
  • Podologe/ Podologin                                                                                                          

Ergänzend macht sich ein Nachweis über eine einjährige Tätigkeit im Bereich der Patientenbetreuung, die an Diabetes mellitus erkrankt sind, erforderlich. In der Praxis müssen Trainings- wie auch Behandlungsprogramme durchgeführt werden. Um sich entsprechend weiterbilden zu können, sollten der Arzt oder die Ärztin eine Vollzeitstelle oder wenigstens eine Arbeitsstelle mit Auslastung von 60 % nachweisen können. Ist dies nicht gegeben, wird sich die praktische Zeit für die Weiterbildung zum Facharzt für Diabetologie auf insgesamt 1,5 Jahre verlängern.

Abdeckung der Behandlung von Diabetes mellitus in verschiedenen Berufen

Es existieren unterschiedliche Berufsbilder. Einerseits besteht die Möglichkeit von einem Facharzt für Endokrinologie oder innerer Medizin sich als Sachverständiger für Diabetologie weiterzubilden. Diese Weiterbildung kann unmittelbar an den Abschluss einer normalen Ausbildung zum Facharzt anschließen.

Aber auch Hausärzten steht dieser Weiterbildungsweg offen. Durch Schulungen und spezielle Seminare können sich diese im Fach Diabetologie weiterbilden. Einzig die Bezeichnung als Facharzt ist nur für Internisten zulässig. Die anerkannte Berufsbezeichnung eines Diabetologen existiert erst seit 2003. Als Diabetologe wird der Facharzt wahlweise in einer internistischen Klinik oder direkt als niedergelassener Internist tätig sein. Damit er die zusätzliche Bezeichnung als Facharzt für Diabetologie tragen darf, benötigt er eine praktische Erfahrung von 1,5 Jahren in diesem Fachgebiet.

Ferner haben Diabetesberater die Möglichkeit, Patienten umfassend zu beraten. Dabei zielt diese Beratung auf sämtliche

  • berufliche
  • ernährungswissenschaftliche
  • physische
  • soziale

Konsequenzen der Diabetes-Erkrankung ab. Vordergründig wird stets, neben der vom medizinischen Standpunkt her betrachteten Zuckerkrankheit, auf die Inkludierung der Erkrankung in das alltägliche Leben des Patienten hin gearbeitet. Ein Diabetes-Berater muss jedoch auch rein psychologisch mit diesem speziellen Störungsbild umgehen können. Zur Ergreifung des Berufs eines Diabetesberaters respektive einer Diabetesberaterin ist eine der nachfolgenden abgeschlossenen Ausbildungen die Grundvoraussetzung:

  • Arzthelfen/in
  • Altenpfleger/in
  • Diätassistent/in
  • Dipl. Oecotrophologe FH respektive Dipl. Oecotrophologin FH
  • Krankenpfleger
  • Krankenschwester
  • MTA
  • Podologe

Podologin

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