Bausachverständige im Bereich Korrosion

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Der Bausachverständige im Bereich "Korrosion"

Das Wort Korrosion leitet sich ab aus dem lateinischen „corrodere“  für zernagen, zersetzen, zerfressen. Rein technisch gesehen ist die Korrosion die Reaktion eines Materials auf bestimmte Einflüsse aus seiner Umgebung, die eine sichtbare und messbare Veränderung oder Beeinträchtigung der Funktionalität oder Beschaffenheit bewirkt. Es gibt auch Korrosion, welche durch Lebewesen verursacht wird, diese nennt man dann Biokorrosion.

Korrosion ist mehr als nur Rost

Weitestgehend denkt man bei Korrosion zunächst an den Rost bei Metallteilen. Dabei können ziemlich alle mineralischen Werkstoffe korrodieren. Selbst Gestein zeigt z.B. bei Einwirkung von Wasser eine chemische Reaktion und in Folge dessen eine Zersetzung der Struktur. Selbst in organischem Gewebe findet Korrosion statt.

Im Bauwesen sind vorrangig die Korrosion von Gestein und Metallbauteilen interessant. Die Art und Stärke der Korrosion hängt stark von den Umgebungseinflüssen ab.  So hat z.B. die Raumluft, die Atmosphäre, die Verschmutzung der Umgebungsluft, die Luftfeuchtigkeit, Süßwasser oder Salzwasserkontakt, Zusammensetzung des Erdbodens oder auch der Kontakt mit bestimmten Materialien Einfluss auf Art und Intensivität. Je nach Material, Erscheinungsbild und Ursache unterscheidet man 36 verscheiden Arten der Korrosion. Einige davon werden auch anhand des Ortes definiert, an dem die Korrosion entsteht:

  • Lochfraßkorrosion
  • Interkristalline Korrosion
  • Muldenkorrosion
  • Unterwanderungskorrosion
  • Flächenkorrosion
  • Erosionskorrosion
  • Spannungsrisskorrosion
  • Messerlinienkorrosion
  • Spaltkorrosion

Schutz ist wichtig

Der Korrosion kann man entgegenwirken mit einem so genannten Korrosionsschutz. Hier unterscheidet man in

  • Aktiven Korrosionsschutz - z.B. Opfer- oder Fremdstromanoden, Zinklamellenüberzug,  Polarisation, Verringern des Sauerstoffgehaltes, Schwachstrom, Förderung der Passivschichtbildung, Inhibitoren, Oberflächenoptimierung, Gefüge Homogenisierung
  • Passiven Korrosionsschutz -  Feuerverzinken, Anstrich mit entsprechenden Beschichtungen, organischer Transportschutz ( Öl, Fett, Schmiere, Wachse), nichtmetallischer anorganischer Schutz durch Oxide, metallischer anorganischer Schutz (durch Hämatit, Zink oder  Aluminium), durchgehende Schweißnähte, Hohlraumversiegelungen, Füllungen mit Schutzgas, Elektrolytisches Vergolden

Bei Bauwerken ist sowohl die Korrosion von Metallbauteilen als auch des verwendeten Gesteins selbst ein großes Thema. Letztere äußert sich vorwiegend in Zusammenhang mit Wasser, welches bewirkt, dass sich mineralische Komponente des Gesteins lösen und die Struktur des Werkstoffes verändert. Diese Veränderung nennt man meist Steinfraß oder Verwitterung. Hier lässt sich durch die Vermeidung des Kontakts mit Wasser das Ausmaß jedoch vermindern. Dazu lassen sich u.a. nachfolgende Maßnahmen treffen:

  • Vermeidung von Tropfkanten
  • Vorbeugung gegen Grundwasser
  • Sicherheitsmaßnahmen gegen Hochwasser
  • Verwenden solider Materialien
  • Regelmäßige Pflege und Werterhaltsmaßnahmen
  • Überstehende Dachkanten um die Fassaden zu schützen
  • Vermeiden von Bewuchs
  • Keine Bäume in der Nähe von Abwasserleitungen oder Drainagen pflanzen

Kommt es dann doch zu Schäden oder Problemen mit Korrosion bedarf es eines

Bausachverständiger für Korrosion

Die konkrete Bezeichnung für den Sachverständigen in diesem Sachgebiet ist Sachverständiger für Korrosion und Korrosionsschutz.

Man erwartet von einem Sachverständigen in diesem Fachgebiet weit über dem Durchschnitt liegende Sachkenntnisse und Erfahrungen in dem Themenbereich. Dazu gehören auch:

Vorbildung

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium im naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich an einer Hochschule oder Universität in Verbindung mit einer anschließenden 10-jährigen praktischen Tätigkeit in diesem Fachbereich. Hiervon mindestens 5 Jahre Erfahrung in der Hinsicht Korrosion und Korrosionsschäden sowie Schutzmaßnahmen.

Kenntnisse in der Theorie

  • Elektrochemie
  • Werkstoffkunde
  • Physikalische und chemische Hintergründe der entsprechenden Prüf- und Untersuchungsmethoden
  • Korrosionsmechanismen
  • Korrosionsschutzmechanismen

Kenntnisse im technischen Bereich

  • Korrosionsschutz mittels Inhibitoren
  • Systematisches Vorgehen bei Bewertung von Schadensbildern
  • Elektrochemischer Korrosionsschutz
  • Oberflächen- und Werkstoffanalyse
  • Organische Beschichtungen
  • Metallische und nichtmetallische Überzüge
  • Oberflächenbehandlung und – Vorbereitung

Juristische Kenntnisse

  • Kenntnisse in Forensik
  • Kenntnisse in Verfahrensrecht
  • Kenntnisse in Zivilrecht, Strafrecht und Verwaltungsprozessrecht
  • Kenntnisse in Haftungsrecht und Werkvertragsrecht
  • Rechte und Pflichten eines vereidigten, öffentlich bestellten Sachverständigen
  • Kenntnisse einschlägiger Regelwerke, Normen und Richtlinien

Der Begriff Sachverständiger ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt. Das bedeutet alleine die Bezeichnung ist nicht aussagekräftig. Unterschieden werden zusätzlich noch einmal z.B. zwischen gerichtlich bestellten, vereidigten, freien und zertifizierten Sachverständigen und Gutachtern. Manche Unternehmen beschäftigen beispielsweise eigene Gutachter. Ob diese dann neutral sein können, bleibt dahingestellt. Achten Sie also bei der Auswahl des Sachverständigen unbedingt auch auf dessen Qualifikation.

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Norbert Thom
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Josef Faßbender
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SAAM Immobilien & Sachverständigenbüro

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