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Informationen zu Wasserversorgung und Abwässer

Aktuell ist die Wasserversorgung und Abwässer innerhalb Deutschlands noch in staatlicher Hand. Die Betonung liegt auf noch, da die europäische Union überlegt, die Wasserversorgung und Abwässer zu privatisieren. Eine Idee, die bei den Verbrauchern mit recht auf Gegenwehr trifft. In einigen Städten weltweit wurde schon die staatliche Versorgung und Abwässer privatisiert, was zu einem Verfall des öffentlichen Leitungsnetzwerkes und einer Verschlechterung der Trinkwasserqualität bedeutete.

Wasserversorgung und Abwässer: Was versteht man unter Abwässer?

Unter den Begriff Abwasser, fällt Wasser, dass durch den Gebrauch so verunreinigt wurde, dass eine Wiederverwertbarkeit gar nicht bis nur beschränkt möglich ist. Hierbei wird unterschieden zwsichen.

Das Grauwasser:

Grauwasser wird laut der europäischen Norm 12056-1 als gering verschmutztes fäkalienfreies Wasser bezeichnet, dass zum Beispiel beim Händewaschen, Baden oder Duschen entsteht. Auch das Wasser aus der Waschmaschine oder das Regenwasser auf dem Dach oder Balkon wird als Grauwasser bezeichnet. Es kann nur Aufbereitung von Betriebs- oder Brauchwasser verwendet werden.

Das Schwarzwasser:

Die ISO 6107-7:1997 sagt, dass es sich bei Schwarz Wasser um häusliches Abwasser handelt, das fäkale Feststoffe enthält. Das Schwarzwasser wird wiederum unterteilt in:

Braunwasser: Braunwasser ist eine Mischung aus Toilettenpapier, Spülwasser und Fäzes

Gelbwasser: Gelbwasser ist eine Mischung aus Wasser und Urin

Auch der abfließende Regen von befestigten Flächen oder Fremdwasser, dass in die Kanalisation gelangt aufgrund von baulichen Schäden fällt unter den Begriff Abwasser.

Wie werden die Abwässer in Europa behandelt?

Zur Abwasserbeseitigung werden alle Abwässer gesammelt in die Kanalisation geleitet und von dort weiter zu den in der Nähe liegenden Kläranlagen transportiert. Dort werden die Abwässer behandelt in dem Sie in ein als Vorfluter dienendes Gewässer eingeleitet werden bzw. durch Verrieselung, Verregnung oder Versickerung direkt in das Grundwasser eingeleitet werden. Da Wärmeenergie, die sich im Abwasser befindet, kann mithilfe von sogenannten Systemen zur Abwasserwärmerückgewinnung für Heizzwecke oder Warmwassergewinnung verwendet werden.

Der Abwasseranfall in Deutschland

Durch umweltgerechtes Verhalten, wurde in Deutschland die letzte Jahre der private Wasserverbrauch und der damit verbundene Anfall von Abwasser stark reduziert. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Wasserverbrauch in den nächsten Jahren weiter sinkend wird. Aufgrund steigender Energiekosten und gleichbleibenden wenn nicht sogar höheren Kosten für Wartung und Instandsetzung, wird es trotzdem eine weitere Erhöhung der Gebühren für deutsche Haushalte geben. Warum ist schnell erklärt, da durch die Leitungen weniger Wasser gespült wird, als die Menge, die für diese Dimensionierung der Leitungen gedacht war, sind diese deutlich anfälliger für Schäden in Form von Korrosion usw. Dadurch wird ein schnellerer Austausch und kürze Wartungsintervalle notwendig, wodurch die Kosten steigen. Daneben darf nicht vergessen werden, dass aufgrund der demografischen Entwicklung in manchen Gebieten die Abwasserindirekteinleitung sinkt, was wiederum einen negativen Einfluss auf die Entwässerungseinrichtungen hat.

Die Abwasseranlagen innerhalb Deutschlands sind nämlich auf einen Wasserverbrauch von 130-150 Liter pro Person und Tag konstruiert und dimensioniert worden. Eben diese Werte werden in manchen Gebieten innerhalb Deutschlands radikal unterschritten. Das wiederum sorgt für eine Zunahme der Ablagerungen im Kanal auch die Fließzeit des Abwassers zur Abwasserreinigungsanlage verlängert sich deutlich, wodurch es zum Beispiel zur Sulfidbildung in den Abwasseranlagen kommt. Dadurch steigt der Aufwand zur Reinigung der Abwässer, es kommt zur Geruchsbildung und Biokorrosion. Der Sanierungsbedarf der Abwasserleitungen wird in wesentlich kürzeren Zeitintervallen nötig. Schon heute wird, um eben diese Probleme zu vermeiden sauberes Trinkwasser genutzt, um die Rohre zu spülen, was nicht unbedingt der Sinn von Einsparungen des Wasserverbrauchs sein sollte.

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